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Am 19.12.2009 wurde der neue Suchtselbsthilfeverein RETURN in Dortmund gegründet. Zur Gründungsversammlung waren 22 Gründungsmitglieder anwesend.
Das Ziel
Unser Ziel ist es, alkoholkranken und medikamentenabhängigen Menschen, sowie deren Angehörige, bei Ihrem Vorhaben, abstinent zu leben, nachhaltig zu unterstützen. Auch Mehrfachabhängige, die aus dem Suchtkreislauf heraus wollen, sind bei uns richtig.
Einige Gründungsmitglieder sind bereits seit vielen Jahren in der Suchtselbsthilfe erfolgreich tätig. Diese Erfahrung können wir mit der Neugierde der “Neuen”, die noch nicht so lange abstinent leben ergänzen, so dass sich hier eine neue und interessante Zusammenstellung ergibt. Das Durchschnittsalter liegt im Vergleich zu anderen Suchtselbsthilfegruppen bei Return niedriger, weil der Verein stark präventiv orientiert ist. Durch die Präventionsarbeit kommen auch schon viele jüngere Menschen zu uns die ihr Suchtverhalten früher als sonst erkannt haben und deshalb ändern wollen.
Bei der Gründung des Vereins haben wir 2 bestehende Gruppen, die 2006 und 2008 gegründet wurden übernommen. Aus diesem Grund finden Sie bei den nachfolgenden Statistiken teilweise Zahlen aus diesem Zeitraum.
Unser Konzept lebt von der Vielfalt
Zurzeit gibt es bei uns vier „offene“ Gesprächsgruppen, die jeder, der Hilfe sucht, ohne Anmeldung besuchen kann. Diese Gruppen werden von Vereinsmitgliedern moderiert.
Weitere Informationen über diese Gruppentreffen finden Sie unter der Rubrik “unsere Gruppen” auf dieser Homepage.
Inhalte
In unseren Gruppen diskutieren wir mit den Betroffenen im offenen Meinungsaustausch über die Problematik der Sucht. Über die Wege hinein und über die Möglichkeiten aus dem Teufelskreis wieder heraus zu kommen. Neben den grundlegenden Themen (Suchtmittel in der Wohnung, wie schütze ich mich vor dem Rückfall, Sucht und Öffentlichkeit etc.) diskutieren wir mit den Gruppenmitgliedern über die Themen, wie Gefühle und „Umgang mit sich selbst“. Die Gruppen bauen thematisch aufeinander auf. Somit können sich die Gruppenmitglieder entsprechend weiter entwickeln.
Abläufe und Prävention
Nach angemessener Zeit werden die Start-Gesprächsgruppen in so genannte teilmoderierte, bzw. unmoderierte Gruppen übergeleitet. Diese Gruppen arbeiten dann eigenverantwortlich, werden aber immer noch von den bekannten Moderatoren unterstützt.
Unsere erste eigenverantwortliche Gruppe hat ihre Räume in Schüren, Schürener Str. 85. Zurzeit kann diese Gruppe keine weiteren Mitglieder aufnehmen.
Öffentlichkeitsarbeit
Neben der reinen Gruppenarbeit gehen wir in die Öffentlichkeit, um das Thema Sucht offen anzusprechen. Denn häufig wird das Thema in der Gesellschaft tabuisiert oder ist einfach nur peinlich und ‘man’ spricht nicht so gerne drüber. Es gibt nach wie vor viele Vorurteile gegenüber Suchtkranken Menschen, so z.B. die Vorstellung, dass diese Menschen schwach sind. Aus der Annahme heraus, wer Suchtmittel zu sich nimmt, kann auch ohne Weiteres wieder damit aufhören. Das hat aber mit der Realität nichts zu tun. Dies wollen wir durch öffentliche Diskussionen, Vorträge etc. ändern. Sucht geht jeden an, ob betroffen oder nicht. Es muss aber verständlich gemacht werden, damit das Umgehen mit dieser Krankheit von Verständnis oder besserem Verstehen geprägt ist.
Aktivitäten in Schulen
Ein weiterer Schwerpunkt unserer Öffentlichkeitsarbeit ist die Suchtprävention in Schulen. Das Thema Koma- und Flatratesaufen ist in aller Munde. Wir gehen mit einem Theaterensemble in die Schulen und lassen ein Theaterstück aufführen. Nach der Aufführung diskutieren unsere Vereinsmitglieder über den Unsinn von exzessivem Alkoholkonsum mit den Schülerinnen und Schülern innerhalb des Klassenverbandes. Es werden in der Diskussion vor allen Dingen die tatsächlichen Dimensionen des Alkoholmissbrauchs angesprochen, so dass ein „verklärter Blick“ zum Thema, oder Schönfärberei oder verharmlosende Phrasen kritisch beleuchtet werden.
Unterstützt werden wir hier von Dr. Heinemann, der mit den Jugendlichen über die gesundheitlichen Auswirkungen diskutiert.
Weitere Aktivitäten
Vorgesehen ist in 2011 wieder ein Cocktail-Seminar, in dem diverse Mixgetränke ohne Alkohol gemixt werden. Grundlagen des Mixens werden vermittelt.
Return hatte im September 2010 im Stadt-Garten Bistro/Restaurant (im Dortmunder Rathaus) seinen ersten Kochkurs unter dem Thema „Alkoholfrei Kochen“ durchgeführt. Auch hier ist ein weiterer geplant.
Netzwerk
Selbstverständlich sind wir eng mit der Diakonie, Caritas und dem Gesundheitsamt Dortmund verknüpft. Gute Kontakte bestehen ebenfalls zu den Suchtmedizinern und Kliniken.
Für weitere Informationen stehen wir gerne zur Verfügung.
Return in Zahlen
Der Verein hat zurzeit 65 Mitglieder (Gründung 22). Wir würden uns freuen, wenn Sie auch Mitglied oder Fördermitglied würden (Siehe Fördermitgliedschaft).
Wir arbeiten in 7 Gruppen. Die beiden neuen Gruppen wurden im Januar gestartet.
Wöchentlich werden unsere Gruppen durchschnittlich von 70-80 Menschen besucht.
Für weitere Informationen stehen wir gerne zur Verfügung.
Vorstand: u.a. Wolfgang Ullrich und Martin Unland
Telefon: 0231-72 97 33 39
Kontakt: email: info@return-s.de
Internet: www.return-s.de
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